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nebeneinander stehende Radsätze

Drehgestell- und Radsatzhandling

ergonomisch und zuverlässig

Kunden- bzw. anwendungsspezifische Lösungen für den Bereich Drehgestell- und Radsatzhandling

Ein Drehgestell besteht aus einem Rahmen, an dem weitere Teile, wie z.B. Radsätze und Federn befestigt sind. Sie alle tragen das gesamte Gewicht des Fahrzeuges bei hohen Geschwindigkeiten und führen gleichzeitig das Schienenfahrzeug im Gleis.

Die Aufarbeitung und Instandhaltung von Radsätzen und Drehgestellen ist daher elementar für die Erhaltung, Funktion und somit für die Sicherheit von Schienenfahrzeugen.

Daher muss der Optimierung der Instandhaltungsprozesse höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Wir von MINDA unterstützen Sie dabei. Ihre spezifischen Anforderungen und Vorgaben setzen wir mit unseren individuellen Lösungen für Sie um.

Produktbeispiele für das Drehgestell- und Radsatzhandling

Kippvorrichtung für Drehgestelle

Drehgestelle verschiedener Typen werden auf eine kundenindividuell entwickelte Kippvorrichtung geklemmt und während der Farbbehandlung um ± 45° gekippt. Der Antrieb dieser Vorrichtung erfolgt hydraulisch. Die Endlagen sind durch eine mechanische Verriegelung selbst bei Rohrleitungsbruch gesichert.

Diese anwendungsspezifische Drehvorrichtung findet ebenso Verwendung bei Instandhaltungs-, Reinigungs-, Ausbesserungs- und Wartungsaufgaben.

Aufbau der Kippvorrichtung (oder auch Drehvorrichtung)

Die Kippvorrichtung besteht seitlich aus zwei Lagerböcken, zwischen denen sich ein Aufnahmerahmen befindet. Auf dem Aufnahmerahmen befinden sich 4 Spanneinrichtungen, auf denen das Drehgestell aufgenommen wird. Die Vorrichtung ist auf dem Fußboden befestigt.

Ein Lagerbock enthält einen großzügig dimensionierten Antrieb, um auch nicht in Drehachse liegende Schwerpunkte der Drehgestelle zu bewältigen. Die Antriebsseite wird durch eine montierte Schutzhaube geschützt.

Der gegenüberliegende Lagerbock ist auf Schienen verfahrbar und verriegelbar, um unterschiedliche Längen der Drehgestelle auszugleichen.

Der Elektroschaltschrank und das Hydraulikaggregat mit angebauter Ventiltechnik befinden sich auf einem Gestell außerhalb der Spritzkabine.

Ablauf/ Funktion

Zum Einlegen des Drehgestelles in die Kippvorrichtung sind ein geeignetes Hebezeug und 4 Seilgehänge erforderlich. Nachdem der Drehgestellrahmen definiert auf die 4 Spanneinrichtungen aufgesetzt ist, wird mittels Spannklauen der Rahmen fixiert.

Der Kippvorgang wird durch Ein-bzw. Ausfahren eines Hydraulikzylinders eingeleitet. Beim Ändern der Kippstellung in die gewünschte Richtung wird die Verriegelung gelüftet und der Kippvorgang beginnt. Befindet sich das Drehgestell dann in der gewünschten Position erfolgt die Verriegelung.

Technische Daten

Alle Daten können kunden- bzw. anwendungsspezifisch angepasst werden.

Abmessungen

Länge:                  5.800 mm

Breite:                  2.400 mm

Höhe:                   1.320 mm

Nutzen/ Vorteile

  •  kundenspezifische Vorrichtung ist in EX- Schutzausführung hergestellt
  • maximale Bauteilgröße L x B:  8.000 x 3.200 mm
  • sehr gute Zugänglichkeit während des Lackierens

Radsatzsenke (Radwechseleinrichtung)

Die Radsatzsenke (Radwechseleinrichtung) dient dem Ausheben und Absenken von Schienenfahrzeugwagen zum Wechseln der Wiegefedern aus Drehgestellen und zum Abtransport von Schienenfahrzeugteilen (max. 25 t) sowie zum Abtransport der demontierten Radsätze.

Der Antrieb erfolgt über zahnriemengetriebene Spindelhubgetriebe. Die Verfahrbewegung wird über eine Fernbedienung gesteuert.

Prinzipieller Aufbau der Radsatzsenke

Die Radsatzsenke besteht aus einem geschweißten Grundrahmen, an dem ein schienengeführter Fahrantrieb befestigt ist. Angetrieben wird der Fahrantrieb mit einem Elektromotor.

An den Längsseiten befindet sich jeweils ein Hubgerüst. Diese Hubgerüste nehmen ein Spindelhubgetriebe und zwei Linearführungen auf, die den Senktisch bei auftretenden Seitenkräften führen.

Auf der Radsatzsenke sind beidseitig Podeste montiert. Zwei Klappen in den Podestflächen ermöglichen den Transport von Schienenfahrzeugteilen mit einem maximalen Gewicht von 2 t.

Technische Daten

Alle Daten können kunden- bzw. anwendungsspezifisch angepasst werden.

Abmessungen

Länge:               3.460 mm

Breite:               1.925 mm

Höhe :               1.917 mm  (Grundeinstellung)

Hub Senktisch:            1.550 mm

Max. Hubkraft:                 25 t

Nutzen/ Vorteile

  • niedrige Bauweise bei großer Hubhöhe
  • hohe Komfort- und Sicherheitsausstattung
  • gute Wartungsbedingungen

Hub- Rollvorrichtung für Radsätze

Diese halbautomatische Hub- Rollvorrichtung ermöglicht es, Radsätze zwischen unterschiedlichen Zuführungs- und Ausführungsebenen zu heben und zu senken. Des weiteren können die Radsätze für verschiedene Arbeiten wie Instandhaltung, Wartung, Farbgebung oder Reinigung auf eine ergonomische Arbeitshöhe angehoben werden.

Über angetriebene Konturrollen ist es möglich, den Radsatz in Rotation zu versetzen, um bei den Tätigkeiten jede Stelle des Radsatzes zu erreichen.

Aufbau der kundenspezifischen Vorrichtung für Radsätze

Die Hub- Rollvorrichtung befindet sich auf einem Hubtisch, der die Vorrichtung auf das Arbeitsniveau, Auswurfniveau und das Wartungsniveau anhebt oder senkt. Diese Vorrichtung kann für eine feste Spurweite oder auch für verstellbare Spurweiten ausgelegt werden.

Weiterhin besitzt die Vorrichtung zwei Endlagen-Stopper, wobei der Stoß durch Stoßdämpfer abgefedert wird. Eine Rücklaufsperre verhindert das Rückrollen des Radsatzes. Zum Ausrollen aus der Vorrichtung dient ein Auswerfer.

Der Hubtisch selbst ist auf einem sich darunter befindlichen Stahlgestell montiert. Das Heben und Senken des Hubtisches erfolgt hydraulisch.

Diese Hub-Rollvorrichtung ist bauseits in eine Grube eingelassen.

Funktion der Hub- Rollvorrichtung

Die bearbeiteten Radsätze werden aus einem Radsatzspeicher heraus auf diese anwendungsspezifische Vorrichtung über ein Zuführungsgleis eingerollt. Die Einlaufschiene wird abgesenkt und der Radsatz wird weich auf die Rollen abgegeben.

Während des Lackierens wird der Radsatz über angetriebene Konturrollen gedreht. Die Drehzahl, die von der Viskosität der Farbe abhängig ist, ist stufenlos einstellbar.

Nach dem Lackiervorgang wird die Hub- Rollvorrichtung auf das Ausrollniveau um 435 mm abgesenkt und der Radsatz wird mittels Auswerfer ausgeworfen. Der Radsatz rollt über einen Überlaukeil bis zu 6 m auf dem Ausrollgleis.

Für die Durchführung von Wartungstätigkeiten kann diese Vorrichtung in eine obere Position ( 900 mm über Zuführungsgleis) gefahren werden.

Technische Daten

    VorrichtungsaufbauStahlgestellHubtisch
AbmessungenLänge:ca. 1.800 mmca. 2.050 mm1.750 mm
  Breite:ca. 1.225 mmca. 1.800 mm1.150 mm
  Höhe:ca. 1.450 mmca. 3.050 mm 400 mm
Traglast:   ---- ---- 4.000 daN
Vorrichtung mit:fester Spurweiteverstellbarer Spurweite
Laufkreisdurchmesser:680 - 1.000 mm500 - 1.003 mm
Spurweiten der Radsätze:1.435 mm900 - 1.700 mm
Radsatzgewicht:800 - 3.000 kg800 - 3.000 kg
Rollgeschwindigkeit:max. 30 U/ minmax. 30 U/ min

Nutzen/ Vorteile

  • Die Rollvorrichtung ist in EX-Schutzausführung für Zone 2 ausgeführt
  • kein Kraneinsatz erforderlich
  • ergonomische Arbeitshöhe
  • hohe Arbeitssicherheit
  • im Hand- und Automatikbetrieb möglich

Hub-, Roll- und Drehvorrichtung für Radsätze

Diese kundenspezifische Hub-, Roll- und Drehvorrichtung dient dem Heben und Drehen von Radsätzen mit und ohne Anbauteile mit fester Spurweite.

Bauseits ist diese Vorrichtung in eine Grube eingelassen. Auf dem Grubenboden wird eine Zahnkranzdrehscheibe montiert, die durch einen explosionsgeschützten frequenzgeregelten Motor angetrieben wird. Auf diese Drehscheibe ist ein hydraulischer Gabelhubtisch montiert, der eine Hubbewegung von ca. 1.150 mm realisiert.

Auf diesem Hubtisch sitzt die Rolleinheit, die den Radsatz um seine Achse rotieren lässt. Vier Konturrollen führen dabei den Radsatz.

Die Radsätze können über die Drehfunktion aus 90° und 180° Richtung aufgenommen und abgegeben werden. Ein Radsatz wird mittels Gabelhubtisch auf Arbeitshöhe gebracht und über den Rollantrieb gedreht. Die Radsatzrolleinrichtung ist ebenfalls frequenzgeregelt.

Technische Daten

Abmessungen:Durchmesser:2.210 mm
  Höhe (Grundstellung):1.600 mm
Traglast:   max. 2.500 kg
Laufkreisdurchmesser:   650 - 1.100 mm
Spurweite:   1.425 mm

Nutzen/ Vorteile

  • gute Zugänglichkeit
  • schmale Bauweise
  • ergonomische Arbeitshöhe
  • gefährdungsfreies Arbeiten
  • Anlage in EX-Schutz ausgeführt

Sonstige Anwendungsbeispiele für das Radsatzhandling

1. Rollstand bzw. Durchdrehvorrichtung für Radsätze

Diese Vorrichtungen dienen dazu, Radsätze mit und ohne Getriebe in Drehbewegung zu versetzen. Vier Profilrollen, eine davon angetrieben, nehmen den Radsatz auf. Diese Vorrichtungen kommen bei Prüf- und Ausbesserungsarbeiten zum Einsatz. 

Während der Instandhaltungsarbeiten wird dadurch z.B. bei den ausgebauten Radsätzen eine gleichmäßige Fettverteilung im Radsatzlager gewährleistet. Über ein Pult bzw. Bedienkonsole kann die Drehgeschwindigkeit des Radsatzes reguliert werden.

Diese Vorrichtung kann in unterschiedlichen Ausführungen zum Einsatz kommen. Der Rollstand kann stationär verwendet werden, indem er fest mit dem Hallenboden verbunden wird. Das Bestücken der Vorrichtung erfolgt mittels Kran und Anschlagmittel.
 

  • Abmessungen (L x B x H ):      2.181 x 834 x 219 mm
     
  • Tragfähigkeit:    max. 2.500 kg

Die Durchdrehvorrichtung kann aber auch als mobile Variante ausgeführt werden. Dabei verfügt die Vorrichtung über sogenannte Staplerschuhe, um einen Transport der gesamten Einheit mit dem Gabelstapler zu ermöglichen. Um diese Sondervorrichtung zusätzlich platzsparend zu lagern, ist die Bedienkonsole einklappbar.
 

  • Abmessungen L x B x H:              1.260 x 1.578 x 1.030 mm
    (Bedienkonsole ausgeklappt)  
  • Abmessungen L x B x H:              1.030 x 1.578 x 400 mm
    (Bedienkonsole eingeklappt)
     
  • Eigengewicht:                                370 kg

Nutzen/ Vorteile

  • ergonomische Arbeitshöhe
  • gute Zugänglichkeit
  • gefährdungsarmes Arbeiten
  • platzsparende Lagerung der Vorrichtung

2. Angetriebener Schleifbock für Radsatzwellen

Bei der Durchführung von Schleifarbeiten werden die Radsatzwellen auf diesen angetriebenen Rollenbock gelegt und kontinuierlich gedreht. Das Aufsetzen der Wellen erfolgt mittels Kran.

Die Vorrichtung besteht aus zwei Aufnahmen mit je zwei Achshaltern, zwischen denen die Welle aufgenommen wird. An einer Aufnahme befindet sich ein Antriebsmotor, der partiell mit einer Abdeckhaube versehen wurde.

Eine Schaltkonsole komplettiert die Vorrichtung.
 

Abmessungen L x B x H:    1.755 x 560 x 310 mm
 

Tragfähigkeit:                       max. 300 kg

Nutzen/ Vorteil

  • ergonomisches Arbeiten
  • kräfteschonendes Arbeiten
  • Erhöhung der Arbeitssicherheit

3. Rollvorrichtung für Einzelrad-MT-Prüfung

Die Aufnahmevorrichtung dient im Rahmen der zerstörungsfreien Prüfung bei der Radinstandhaltung zur Aufnahme, Führung und Drehung der zu prüfenden Radscheiben während der Magnetpulverprüfung.

Die Vorrichtung nimmt dabei die Radscheiben in stehender Lage auf und führt sie seitlich kippstabil während die Radscheiben in eine gleichmäßige Rollbewegung versetzt werden.

Der Monitor wird über einen Fußschalter betätigt, die Drehzahl ist über einen Stellknopf von 2 - 12 U/ min einstellbar.
 

Abmessungen ( L x B x H):  1.400 x 777 x 1.040 mm
 

Tragfähigkeit:                       max. 750 kg

Nutzen/ Vorteile

  • ergonomisches Arbeiten
  • einfache Bedienung
  • gefährdungsarmes Arbeiten
  • sehr gute Zugänglichkeit

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