Der Flaschenhals vor dem Hochregallager
Die Verarbeitungsmaschinen produzieren nicht im Takt des Regalbediengerätes. Unterschiedliche Formate, Aufträge, Stapelgrößen und Produktionsgeschwindigkeiten treffen auf ein Lager, das seine Ein- und Auslagerungen zyklisch abarbeitet. Die Aufgabe der Vorzone ist es, diese beiden Welten zu synchronisieren.
Um maximale Effizienz zu erreichen, benötigt ein Regalbediengerät optimal zusammengestellte Block-Einheiten verfügbar zum richtigen Zeitpunkt.
Die intelligente Vorzone
Das Regalbediengerät betrachten wir nicht isoliert oder setzen es als feste Größe mit Leistungsparametern voraus. Vielmehr wird es gemeinsam mit der Vorzone auf die Anforderungen des Kunden, die Leistung der Produktion und die gewünschten Materialflüsse ausgelegt. Entscheidend ist dabei die perfekte Symbiose aller Komponenten.
Um das Optimum aus einem Regalbediengerät herauszuholen, werden die Blöcke entsprechend der Anforderungen beginnend ab der Produktion bis hin zur Vorzone zu Ladeeinheiten zusammengeführt, zusammengehalten und passend übergeben. Dabei immer im Blick: Wie viele Blöcke kann das Regalbediengerät mitnehmen? Wie ist die exakte Taktung, damit möglichst wenig Zyklen in Anspruch genommen werden?
Das Regalbediengerät soll nicht organisieren müssen. Wenn es ankommt, muss seine nächste Aufgabe bereits fertig vorbereitet sein.
Mehrere Ladeeinheiten werden parallel – nebeneinander und hintereinander - bereitgestellt und entsprechend den Anforderungen der nachfolgenden Prozesse zusammengeführt. Die optimal vorbereiteten Ladeeinheiten übernimmt das Regalbediengerät in einem Zug zur Einlagerung ins Hochregallager.
Ohne diese Vorbereitung in der Vorzone würden Regalbediengeräte ihre Leistung für Ein- und Auslagerung schlichtweg nicht schaffen. Oder um es ganz knapp zu sagen: Die Vorzone ist der Schlüssel!
Die Vorzone als Taktübersetzer
Dass ein wartendes Regalbediengerät schlecht für die Effizienz eines Werkes ist, versteht sich von selbst. Entscheidend ist vielmehr, wie man diesen Zustand konstruktiv verhindert. Der Schlüssel ist hier die Taktentkopplung von Regalbediengerät und Leistung aus den Verarbeitungsmaschinen.
Das Regalbediengerät hat eine bestimmte Zyklusleistung und kann seine Geschwindigkeit physikalisch nur begrenzt erhöhen. Gleichzeitig kommen aus mehreren Verarbeitungsmaschinen Blöcke in unregelmäßigen Abständen. Die Vorzone muss Spitzen aufnehmen und aus dieser Unregelmäßigkeit einen möglichst gleichmäßigen Zufluss für das Hochregallager erzeugen.
MINDA nutzt genau für solche Aufgaben die angepasste kundenspezifische Lösung. Diese können bestehen aus: Pufferzonen, parallele Strecken und Bereitstellung, intelligente Reihenfolgenbildung, rechtzeitige Vorpositionierung sowie entsprechend ausgelegter Fördertechnik.
Eine intelligente Software ohne Blackbox
Wo muss welcher Block wann stehen, damit das Regalbediengerät nicht warten muss? Um diese Frage zu beantworten, ist dank der MINDA MoveIT-Software jeder Block zu jeder Zeit eindeutig identifizierbar. Leistungsdaten und Materialbewegungen können vom Kunden laufend ausgewertet werden. Materialflüsse und Lagerstrategien werden somit in Echtzeit gesteuert und können dynamisch an die Produktion angepasst werden.
Im Hinblick auf die Lagerstrategie berücksichtigt unsere Software Gassenverteilung, Lagerzonen, Auftragsreihenfolge, spätere Maschinenzuordnung und vermeidet unnötige Umlagerungen. Hinzu kommen Strategien für eine sequenzielle Auslagerung.
Konsequenz
Nicht die höchste Geschwindigkeit einer Einzelkomponente entscheidet über die Leistung, sondern wie häufig das RBG ohne Wartezeit mit einer optimal vorbereiteten Ladeeinheit arbeiten kann. Effiziente Leistungssteigerung erfolgt nicht durch die Optimierung von Einzelkomponenten, sondern durch einen intelligent optimierten Materialfluss über das Gesamtsystem hinweg.
Die Intelligenz der Vorzone beginnt nicht erst am Übergabepunkt zum Regalbediengerät. Sie beginnt mit der Kenntnis darüber, was mit dem Block später passieren soll. Die Einlagerstrategie beginnt mit Produktion des Stapels und nicht erst im Lager.
MINDA betrachtet die Vorzone aus Sicht des gesamten Wellpappenwerkes – beginnend bei der Erzeugung und Verarbeitung der Stapel, über deren Akkumulation und Transport bis zur optimal vorbereiteten Übergabe an das Hochregallager.
MINDA als ganzheitlicher Partner über den kompletten intralogistischen Materialfluss
MINDA ist nicht nur ihr Ansprechpartner für Hochregallager, sondern ebenso für den gesamten vor- und nachgelagerten Materialfluss. Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung optimieren wir die Leistung Ihres Gesamtsystems effizient. Nicht nur mit dem Fokus auf Zykluszeiten in Lagersystemen, sondern über die komplette Produktion hinweg!
